traditionell hergestellt · sonnenreich . stressarm gewachsen · begrenzte Mengen
Sardisches Olivenöl trägt Landschaft, Klima und Zeit in sich – und wirkt genau deshalb leise, aber tief.
Sardisches Olivenöl ist kein neutrales Lebensmittel.
Es trägt Landschaft, Klima und eine besondere Form von Widerständigkeit in sich. Die Böden sind karg, der Wind prägend, das Wachstum langsam. Genau daraus entsteht ein Olivenöl, das nicht
gefällig ist, sondern eigenständig. Still, kraftvoll und tragend.
Bei TERRAYA ist sardisches Olivenöl kein Herkunftslabel, sondern eine Haltung. Es steht für Einfachheit ohne Verzicht und für Qualität, die nicht beschleunigt wurde.
Sardinisches Olivenöl entsteht oft aus einer nachhaltigen wertschätzenden Landwirtschaft, die weniger auf maximale Intensivierung, sondern v. a. auf Beständigkeit und Erhalt der Substanz ausgelegt ist. In vielen Gegenden stehen Oliven in gewachsenen Hainen, teils seit Generationen, angepasst an Wind, Trockenheit und mineralische Böden.
Diese Kombination aus Inselklima, robusten Sorten und achtsamer Verarbeitung kann Öle hervorbringen, die klar, grün, aromatisch und substanzreich wirken – ein Lebensmittel, das nicht nur „fett“, sondern Charakter ist.
Kombination aus:
Mikroklima: Wind, Trockenheit, Temperaturspitzen, Meeresnähe vs. Inland.
Boden: z. B. Granit/Verwitterungsböden (Gallura-Charakter) vs. andere mineralische Profile.
Erntezeit & Verarbeitung: früh geerntet (grüner, pikanter) vs. später (runder).
Hainstruktur: auf der Insel gibt es uralte Olivenbäume bis in den Jahrtausend-Bereich, gemischte traditionelle Haine vs. modernere Pflanzungen.
Auf Sardinien prägt nicht nur die Sorte, sondern auch Wind, Boden und Erntefenster den Charakter – deshalb schmeckt Bosana aus dem Norden oft anders als Tonda di Cagliari aus dem Süden.
Unser Olivenöl stammt aus sardischen Olivenhainen, die nicht auf Masse, sondern auf Gleichgewicht ausgerichtet sind. Die Oliven wachsen unter natürlichen Bedingungen, geprägt von Sonne, Wind und mineralischen Böden. Sie werden in Ruhe geerntet und schonend verarbeitet, ohne auf Schärfe, Bitterkeit oder Effekte hin optimiert zu werden.
Das Ergebnis ist ein Öl mit Charakter: klar, lebendig und ehrlich. Kein Show-Öl, sondern ein Öl für den Alltag – mit Tiefe statt Lautstärke.
Auf Sardinien ist die „Königin“ der Sorten oft Bosana, daneben sind Tonda di Cagliari, Nera (Tonda) di Villacidro und Semidana sehr typisch – genau diese Sorten werden auch im Kontext des Sardegna PDO/DOP häufig genannt.
Mini-Merksatz: Mehr Bitterkeit/Pikanz korreliert oft mit mehr phenolischen Verbindungen – das wird sensorisch als „kräftig“ wahrgenommen.
Nord/Mitte: Bosana-Schwerpunkt (kräftig, oft grün-pikant).
Süden: Tonda di Cagliari besonders verbreitet (balanciert).
Zentral: Semidana häufig (oft rund/zugänglich, je nach Ernte).
Südwest/Villacidro-Bezug: Nera di Villacidro (regional, charakterstark).
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Parameter |
Sardinien (kleinstrukturiert) |
Andere Regionen (z. B. Griechenland) |
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Polyphenole |
600–950 mg/kg |
ca. 150–400 mg/kg |
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Oleocanthal |
120–250 mg/kg |
ca. 20–80 mg/kg |
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Oleacein |
70–130 mg/kg |
ca. 15–50 mg/kg |
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Sorten |
Bosana, Semidana |
Mischqualitäten |
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Ernte → Pressung |
< 6 Stunden |
12–48 Stunden |
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Geschmack |
kräftig, pfeffrig |
mild, weich |
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Standardisierung |
gering |
höher |
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Inhaltsstoff |
Sardisches Öl |
Gute Mittelmeeröle (Ø) |
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Gesamt-Polyphenole |
ca. 500–950 mg/kg |
ca. 150–400 mg/kg |
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Oleocanthal |
ca. 120–250 mg/kg |
ca. 20–80 mg/kg |
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Oleacein |
ca. 70–130 mg/kg |
ca. 15–50 mg/kg |
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Peroxidwert |
sehr niedrig |
niedrig bis mittel |
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Säuregrad |
meist < 0,3 % |
bis 0,8 % erlaubt |
International Olive Council (IOC)
Trade Standard Applying to Olive Oils and Olive-Pomace Oils
→ Internationale Referenz für Qualitätsparameter wie Säuregrad, Peroxidwert, Verarbeitung
https://www.internationaloliveoil.org
EFSA – European Food Safety Authority
Health Claim zu Olivenöl-Polyphenolen
→ Bestätigt den antioxidativen Schutz von LDL-Cholesterin ab ≥ 250 mg Polyphenolen/kg
Öl
https://www.efsa.europa.eu
Beauchamp et al., Nature (2005)
Phytochemistry: Oleocanthal is responsible for the anti-inflammatory properties of olive
oil
→ Erstbeschreibung von Oleocanthal als ibuprofenähnliche Substanz
https://www.nature.com/articles/437045a
Servili et al., Journal of Agricultural and Food Chemistry
Mehrere Studien zu Polyphenolen, Oleocanthal & Oleacein
→ Zeigen klar den Einfluss von Sorte, Stress, Erntezeitpunkt und Verarbeitung (< 6 h)
https://pubs.acs.org
Toscano et al. / Studien zu sardischen Olivenölen
→ Überdurchschnittliche Polyphenolgehalte bei traditionellen sardischen Sorten (z. B. Bosana)
(Universitäre Studien, Italien)
Olivenöl ist seit Jahrhunderten Teil der mediterranen Esskultur. Es wird nicht nur als Zutat, sondern als tragendes Element der Küche geschätzt – für Geschmack, Ausgewogenheit und Qualität.
Viele Menschen beschreiben ein hochwertiges, frisches Olivenöl als klar, lebendig und angenehm im Mundgefühl. Charakteristische Bitterkeit und eine feine Schärfe gelten dabei als Ausdruck seines natürlichen Profils.
Als Bestandteil einer abwechslungsreichen Ernährung wird Olivenöl traditionell geschätzt – besonders in Regionen, in denen es täglich und bewusst verwendet wird.
Am Ende bleibt es ein Genussmittel – mit Herkunft, Charakter und Handwerk.
Dieses Olivenöl ist eines von mehreren Mitteln des Lebens bei TERRAYA.
Ein Olivenöl, das dich unterstützt, wird still selbstverständlich. Du greifst dazu, ohne darüber nachzudenken. Mahlzeiten fühlen sich runder an. Der Körper reagiert nicht mit Spannung, sondern mit Zustimmung.
Wenn sich nach dem Essen Ruhe einstellt und kein Druck entsteht, ist das ein klares Zeichen von Stimmigkeit.
Dieses Olivenöl ist für Menschen, die bewusst essen möchten, ohne sich ständig mit Ernährung beschäftigen zu müssen. Für jene, die ihrem Körper wieder zutrauen, selbst zu regulieren, und Qualität über Effekte stellen.
Es ist nicht gedacht für Menschen, die extreme Geschmacksprofile, Schärfe oder sensorische Sensationen suchen. Nicht für Wettbewerb oder Vergleich. Sondern für Alltag, Kontinuität und innere Ordnung.
Sardisches Olivenöl braucht keine Regeln. Es darf roh verwendet werden, gekocht, warm oder kalt. Entscheidend ist nicht die Technik, sondern die Regelmäßigkeit.
Ein gutes Olivenöl begleitet – es dominiert nicht.
Sardisches Olivenöl ist kein Trend.
Es ist ein Teil des Lebens, der trägt, wenn man ihm Raum lässt.
